Z36 - Erna

"Früher war da mal ein Milchladen drin"

Im 2. Wiener Gemeindebezirk wurde ein Bürokonzept entwickelt, das Arbeitsplatz für eine Filmproduktion und Showroom für einen Küchenhersteller miteinander verbindet. 

Das gestalterische Rückgrat bildet ein modulares Regal- und Rahmensystem aus verzinkten Alurohren, das freistehend vom Boden bis zur Decke reicht. Zwischen die Rahmen wurden große Schallschutzelemente, Regale für Ablage und Aufbewahrung, sowie Infrarotpanels gehängt. Die Schallschutzelemente dämpfen den Geräuschpegel im offenen Raum, ohne ihn optisch zu verschließen. Ergänzt wird das System durch einen flexiblen Arbeitstisch und Blumenkübeln die aus Regypsprofilen zusammengesetzt worden sind. 

Der Boden ist mit einem robusten, gerippten Teppichbelag ausgelegt, dazu funktionale Mesh-Bürostühle an großzügigen Arbeitstischen aus Multiplex-Holz. Teppich und Holzplatten bilden einen natürlichen Gegenpol zu dem industriellen Rohrsystem.

Das Lichtkonzept ergänzt die Konstruktion: Indirektes Licht hinter dem Rohrsystem setzt die Struktur sanft in Szene, während ein 6,2m langes Lichtseil – ein Element, das auch in anderen Projekten zum Einsatz kommt – sich durch den zweigeschossigen Raum zieht.

Besonders gelebt wird der Showroom-Bereich für den Küchenhersteller: Hier finden die Teammeetings statt – an genau jenem Ort, an dem sich auf Partys erfahrungsgemäß auch die spannendsten Gespräche abspielen. Aus der Präsentationsfläche wird so ein sozialer Mittelpunkt des Büros, an dem Arbeit und Austausch zusammenfinden.

 

Kunde: Erna, HMT Marketing GmbH
Konzept:
bE - Design Studio OG
Umsetzung: bE - Design Studio OG, 2024
Fläche: 52 m²
Team: Alba Aufleger, Beeke Wübbenhorst und Martin Schnabl

Fotos: Alba Aufleger



Doomscroll

150 Jahre NHMW

Gutes Sammeln - böses Sammeln. 

 

Eine Frage der Perspektive
Im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums erfährt die Geschichte des Naturhistorischen
Museums Wien eine kritische Aufarbeitung: Eingebettet in die opulente
Architektur des Ringstraßenbaus, gestalten breadedEscalope gemeinsam
mit Benedikt Haid eine vielschichtige Diskursplattform. Die Ausstellung
„Gutes Sammeln, böses Sammeln“ bricht dabei nicht nur mit bekannten und
Sehgewohnheiten.

29.4.2026 - Juni 2027